Messe-App für interaktive Produktpräsentationen im Maschinenbau

Ein mittelständisches Unternehmen aus dem Maschinenbau suchte nach einer Möglichkeit, komplexe Anlagen und Produktvarianten auf internationalen Fachmessen verständlich zu präsentieren. Die bisherigen Präsentationsformen bestanden überwiegend aus Broschüren, statischen Grafiken und einzelnen Videos.

Gerade bei erklärungsbedürftigen Maschinen führte das häufig dazu, dass viele Zusammenhänge nur schwer vermittelt werden konnten – insbesondere dann, wenn die eigentlichen Anlagen zu groß für den Transport zur Messe waren.

Zusätzlich sollte die Lösung nicht nur auf einer einzelnen Veranstaltung funktionieren. Gesucht wurde ein System, das langfristig auf unterschiedlichen Messen eingesetzt werden kann und sich intern ohne technische Unterstützung pflegen lässt.

Ausgangssituation und Herausforderung

Die größte Herausforderung bestand darin, technische Produkte so aufzubereiten, dass Messebesucher schnell einen Zugang zum Portfolio bekommen. Das Fachpublikum bestand überwiegend aus Ingenieuren, technischen Entscheidern und Einkäufern. Viele Besucher wollten innerhalb weniger Minuten verstehen, welche Produkte angeboten werden und welche Unterschiede zwischen einzelnen Anlagen bestehen.

Die Produkte selbst waren teilweise mehrere Meter groß oder nur schwer in ihrer Funktion zu erklären. Gleichzeitig sollte die Präsentation nicht wie eine klassische Verkaufssoftware wirken, sondern möglichst intuitiv nutzbar sein.

Ein weiterer Punkt war die internationale Nutzung. Die Anwendung musste stabil auf unterschiedlichen Messeständen funktionieren und auch bei langen Messetagen zuverlässig laufen. Da regelmäßig neue Produkte hinzukommen oder bestehende Inhalte angepasst werden mussten, war außerdem eine einfache Pflege durch das interne Team des Kunden wichtig.

Umsetzung

Entstanden ist eine interaktive Messe-App für große Touchscreens, die direkt am Stand von Besuchern genutzt werden kann. Die Oberfläche wurde so aufgebaut, dass Interessenten ohne Einweisung durch verschiedene Produktkategorien navigieren können.

Innerhalb der einzelnen Bereiche lassen sich Produkte detailliert ansehen. Zentraler Bestandteil der Anwendung sind interaktive 3D-Visualisierungen der Maschinen und Anlagen. Besucher können die Modelle direkt am Touchscreen drehen, heranzoomen und aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Dadurch lassen sich auch technische Details zeigen, die bei Fotos oder klassischen Renderings oft verloren gehen.

Bei der Konzeption wurde bewusst darauf verzichtet, die Oberfläche mit zu vielen Funktionen zu überladen. Auf Messen bleibt meist nur wenig Zeit für Interaktion. Deshalb lag der Fokus auf einer direkten Bedienung mit möglichst wenigen Zwischenschritten.

Die Inhalte der App werden über ein TYPO3-System verwaltet. Produktdaten, Texte, Medien und Kategorien können vom Kunden selbst gepflegt und erweitert werden. Dadurch lassen sich neue Produkte ohne Anpassungen an der eigentlichen Anwendung ergänzen.

Zwischen TYPO3 und der Messe-App wurde eine Struktur aufgebaut, die Inhalte sauber voneinander trennt. Das erleichtert nicht nur die Pflege, sondern vereinfacht auch die Vorbereitung unterschiedlicher Messestände oder Sprachversionen.

Da die Anwendungen über viele Jahre eingesetzt werden sollten, spielte auch die Hardware-Anbindung eine wichtige Rolle. Die Apps wurden für große Touchscreens optimiert und so umgesetzt, dass sie im Messebetrieb stabil laufen – auch bei dauerhaft hoher Nutzung durch Besucher.

Ergebnis

Die Anwendungen sind mittlerweile seit mehreren Jahren auf internationalen Fachmessen im Einsatz. Beide Unternehmen nutzen die Systeme regelmäßig auf wechselnden Veranstaltungen und aktualisieren die Inhalte eigenständig.

Vor allem die interaktiven 3D-Darstellungen sorgen dafür, dass Besucher deutlich länger am Stand bleiben als bei klassischen Präsentationsformen. Viele Interessenten beginnen eigenständig mit der Nutzung der Anwendung und kommen anschließend mit konkreten Fragen auf das Standpersonal zu.

Für die Vertriebsteams hat sich die App vor allem als Gesprächseinstieg bewährt. Statt zunächst technische Unterlagen erklären zu müssen, können Produkte direkt visuell gezeigt werden. Dadurch entstehen Gespräche oft schneller und praxisnäher.

Auch intern hat sich die Lösung bewährt. Neue Produkte oder Anpassungen müssen nicht jedes Mal extern umgesetzt werden. Die Pflege erfolgt direkt über TYPO3 durch die jeweiligen Teams des Kunden.

Fazit und Einordnung

Gerade im Maschinenbau oder in anderen technisch geprägten B2B-Bereichen stoßen klassische Messematerialien häufig an Grenzen. Große Anlagen lassen sich nur schwer transportieren und komplexe Abläufe nur eingeschränkt erklären.

Interaktive Messe-Apps bieten hier eine Möglichkeit, Produkte verständlicher und greifbarer zu präsentieren. Besonders in Verbindung mit 3D-Visualisierungen entsteht eine Präsentationsform, die Besucher aktiv einbindet und gleichzeitig den Vertriebsprozess unterstützt.

Für Agenturen kann ein solches Projekt außerdem eine sinnvolle Ergänzung im eigenen Leistungsportfolio sein. Die technische Umsetzung, die Touchscreen-Optimierung und die Verbindung zu bestehenden CMS-Systemen bringen einige Anforderungen mit sich, die sich gut in Zusammenarbeit realisieren lassen.

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FAQ

Für welche Branchen eignen sich interaktive Messe-Apps?

Vor allem für Branchen mit erklärungsbedürftigen Produkten oder großen Anlagen. Dazu gehören beispielsweise Maschinenbau, Industrie, Medizintechnik oder technische B2B-Dienstleistungen.

Warum wurden 3D-Modelle statt klassischer Videos eingesetzt?

Die Besucher können Produkte selbst erkunden und frei drehen. Dadurch entsteht ein anderer Zugang als bei linearen Videos, die nur feste Perspektiven zeigen.

Können Inhalte nachträglich erweitert werden?

Ja. Die Anwendungen wurden so aufgebaut, dass neue Produkte und Inhalte über TYPO3 ergänzt werden können.

Funktioniert eine solche App auch ohne Internetverbindung?

Das hängt vom jeweiligen Aufbau ab. Für Messeumgebungen wird häufig eine Lösung gewählt, die unabhängig von instabilen Netzwerken funktioniert.

Wie wichtig ist die Touchscreen-Optimierung?

Sehr wichtig. Anwendungen, die ursprünglich nur für Desktop-Nutzung entwickelt wurden, funktionieren auf großen Touchscreens oft nicht intuitiv genug.

Welche Rolle spielt TYPO3 in solchen Projekten?

TYPO3 dient als zentrale Datenbasis für Produkte, Inhalte und Medien. Dadurch bleibt die Pflege unabhängig von der eigentlichen App.

Wie lange kann eine Messe-App genutzt werden?

Wenn die technische Basis langfristig geplant wird, können solche Anwendungen über viele Jahre auf unterschiedlichen Veranstaltungen eingesetzt werden.

Ist eine solche Lösung nur für große Unternehmen interessant?

Nein. Auch mittelständische Unternehmen nutzen interaktive Anwendungen, um komplexe Produkte auf Messen verständlicher zu präsentieren.

Welche Vorteile haben Agenturen bei solchen Projekten?

Agenturen können ihren Kunden zusätzliche digitale Messekonzepte anbieten, ohne alle technischen Anforderungen selbst intern abdecken zu müssen.

 

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